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Weg durch den unübersichtlichen Förderungsdschungel

Zahlreiche betriebswirtschaftliche Abhandlungen beschäftigen sich damit, wie unsere Kleinbetriebe dem Würgegriff der Finanz entgehen können. In Oberösterreich hat der Lolluster kürzlich den umgekehrten Weg gewählt und hat im Rahmen einer Abendveranstaltung Wege aufgezeigt, wie man zu Fördermitteln von Bund und Land kommen kann.

Fehlendes Budget und der Mangel an dem nötigen Know-how zur Umsetzung sind es, die eine innovative Idee meist bereits im Keim ersticken lassen. Hier greifen F&E-Institute unterstützend ein. Wie die Zusammenarbeit mit diesen Stellen funktioniert und wer die richtigen Ansprechpartner sind, war Thema der Fachveranstaltung „Forschungs- und Förderungsmöglichkeiten für mein Unternehmen“ des Möbel- und Holzbau-Clusters (MHC) kürzlich in Linz. Die Veranstaltung gab einen Überblick darüber, welche Forschungs- und Förderungsinstitute es in Österreich gibt, wie diese miteinander vernetzt sind und wie sie innovative Unternehmen unterstützen können.

Darüber waren sich sowohl Vortragende als auch die zahlreichen Gäste einig: Der Weg von einer innovativen Idee bis hin zu einer tatsächlichen Förderung ist oft ein sehr undurchschaubarer. Vielen Unternehmen fehlt der Überblick über das holzbezogene Forschungsangebot. Das Kompetenznetzwerk Holz (Knet) hat hier den Hebel angesetzt und versucht, die für die Holzwirtschaft relevanten Forschungsstellen auf einer Plattform zu bündeln. „Wir stellen unser Know-how über das Angebot an Forschungsdienstleistungen kostenlos zur Verfügung und beraten Unternehmen über ihre Möglichkeiten“, schilderte DI Peter Schörghofer die Aufgaben vom Kompetenznetzwerk Holz. Insbesondere die sich präsentierenden Institutionen wie Knet, die Holzforschung Austria (HFA), der Möbel- und Holzbau-Cluster (MHC), Wood k Plus, das Holztechnikum Kuchl oder CATT arbeiten eng zusammen und helfen Unternehmen, den richtigen Ansprechpartner für ihre Vorhaben und Projekte zu finden.

Unterstützung für Klein- und Mittelbetriebe
Vor allem bei kleinen und mittleren Firmen Österreichs ist ein reiches Ideenpotenzial hinsichtlich neuer Produkte und Innovationen vorhanden. „Diese werden aber oft nicht realisiert, weil sich viele Unternehmen über die Machbarkeit und Möglichkeiten ihrer Projekte unsicher sind“, erklärte DI Dr. Alexander Reiterer vom Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFG).

Hier hakt die neue Aktionslinie „Feasivility Studies“ der Förderungstätigkeit des FFG ein. KMUs können sich von Forschungsinstituten Studien zur technischen Machbarkeit ihrer Ideen erstellen lassen und somit den Grundstein zu konkreten Projekten legen. „Zügig und unbürokratisch“, ist Reiterer überzeugt. Förderungsbeiträge sollen den Unternehmen helfen, das mit einem neuen Forschungsprojekt einhergehende wirtschaftliche Risiko zu minimieren.

Was den Bereich Holzbau betrifft, so hat sich die Zahl der eingereichten Anträge in den letzten Jahren erhöht. Derzeit sind etwa 5 bis 6 % aller geförderten Projekte im Holzbau angesiedelt.

  
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